DIE GRUNDSÄTZE IM TAEKWONDO

In der Philosophie des Taekwondo vereinen sich mehrere ostasiatische Geistesströmungen. Diese Zen- (korean.: Son) Philosophie bildet das Grundgerüst des Taekwondo, welches nicht, wie oft angenommen, auf das bestmögliche Erlernen von Selbstverteidigungstechniken abzielt, sondern einen Weg weist, die eigene Persönlichkeit zu bilden, den Charakter zu schulen und Menschlichkeit zu üben. Das Training soll helfen, die eigenen Stärken und Schwächen zu erkennen und damit umgehen zu lernen. Das höchste Ziel des Taekwondo- Trainings ist es, nicht rücksichtslos vorzugehen, sondern durch Disziplin und Körperbeherrschung die persönliche Geisteshaltung auszubilden.
(Kyong Myong Lee)
Eine Besonderheit ostasiatischer Kampfkünste ist deren Ziel, die Erfahrung aus Training und Körperschule in gesamtheitlicher Sichtweise, unter Einbeziehung ihrer Grundsätze und Geisteshaltung, zu einer Einheit mit dem Leben als solches zu vereinen. Körper und Geist in Einklang mit dem Urprinzip des Universums bringen.

(Ko Myong)
Der oberste Grundsatz in TKD ist, jede Kampfhandlung (z.B. Rauferei in der Schule, usw.) zu vermeiden (Ausnahme: Wettkampf nach strengen Regeln oder Lebensgefahr). Wer sich nicht an die Grundregeln hält, wird vom Verein ausgeschlossen. 
 (Jedes Kind bis 12 Jahre muss mindestens sechs Grundsätze(rot) wissen)·        Geduld, Respekt, Bescheidenheit, Toleranz; ·        Selbstdisziplin, Selbstvertrauen, Selbstüberwindung, Selbstkontrolle; ·        Unbezwinglichkeit, Leistungswille, Konzentration, Zielstrebigkeit;·        Höflichkeit, Menschlichkeit, Gerechtigkeit, Ehrlichkeit, Gemeinsamkeit

Lehre und Grundsätze des Taekwondo

 
General Choi Hong Hi nennt in seinem Buch `Taekwon-Do' folgende Grundsätze des Taekwondo:
 
 
Höflichkeit Ye Ui
Integrität Yom Chi
Durchhaltevermögen In Nae
Selbstdisziplin Guk Gi
Unbezwinglichkeit Beakjul Boolgool
 
Mit dem intensiven Studium einer Kampfkunst, wie Taekwondo eine darstellt, lassen sich viele Ziele erreichen. Häufig geäußerte Ziele von Anfängern sind Selbstverteidigung und körperliche Fitness. Beides erfordert ein regelmäßiges und intensives Üben.
 
Nach langjährigem Studium einer Kampfkunst stellt sich häufig heraus, dass durch die persönliche Weiterentwicklung die Anwendung von Taekwondo Techniken für die Selbstverteidigung sich meistens als unnötig erweist. Auch die Pflege der körperlichen Fitness wird einem zur Selbstverständlichkeit.
 
Darüberhinaus entwickelt sich aber insbesondere die eigene Persönlichkeit weiter. Das setzt natürlich die Anleitung durch einen Lehrer voraus, der selbst bereits diese Entwicklung durchgemacht hat.
Was läßt sich alles mit Taekwondo erreichen?
 
  • Körperliche Aspekte
    • Beweglichkeit
    • Schnelligkeit (Sok Do)
    • Kraft
    • Ausdauer (zusätzlich empfehlenswert: Bergsteigen, Radfahren und Schwimmen)
    • Koordination und Gleichgewichtssinn (Kyun Hyung)
    • Atemkontrolle (Ho Hup)
    • Konzentration (Jip Joong)
    • Körper-Verständnis In Kampfkünsten erlernt man nicht nur wie der Bewegungsapparat des Körpers funktioniert, sondern vielleicht noch wichtiger auf die Signale seines Körpers zu hören.
 
  • Charakterliche Aspekte

    Über den Weg der körperlichen Anstrengung und der Beachtung der Verhaltensregeln erreicht man darüberhinaus auch eine Fortbildung der Persönlichkeit.

    Eigenschaften, die man auf diesem Weg finden kann, sind z.B.:
    • Selbstsicherheit
    • Erkennen eigener Grenzen
    • Respekt anderen Menschen gegenüber, unabhängig von deren Rasse, Hautfarbe, etc.
    • Bescheidenheit
    • Innerliche Ruhe